Vom Interpretieren zum Kommunizieren.............
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Freitag, 02.02.18

 

Volkskrankheit Depression

 

Das Wort „Depression“ ist in aller Munde und es hat den Anschein, als ob die Zahl der Betroffenen  nahezu explodiert. Aber was ist eine Depression? Ist es eine Krankheit? Ist es eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn? Ist es ein Hilferuf der Seele? Hier streiten sich schon mal die Geister und je nach Weltanschauung des Betroffenen, wird er sich seine Definition aussuchen.

 

Die Fragen, die sich viele Betroffene stellen: Kann ich wirklich nichts dagegen tun? Muss ich ein Leben lang Medikamente einnehmen? Ist es ein Makel, dass ich diese Krankheit habe? Und vieles mehr…….

 

Man fühlt sich hilflos, machtlos, gelähmt, seiner Situation ausgeliefert und denkt, man kann nichts dagegen tun. Dieses Gefühl entsteht schleichend, eine Depression tritt nicht plötzlich aus dem Nichts auf, sondern kündigt sich durch kleine Warnsignale an. Der Mensch neigt jedoch dazu, diese Warnsignale – solange es ihm gelingt – zu ignorieren und so weiterzumachen, wie bisher. Deshalb hat der Körper gar keine andere Möglichkeit, als die Warnschilder immer mehr zu vergrößern, damit wir endlich aufwachen und reagieren! Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit Ihrem Auto auf Ihrem persönlichen Lebensweg, immer wieder begegnen Ihnen Wegweiser für die richtige Route, die Sie ignorieren und immer auf der für Sie falschen Route weiterfahren, es kommen Vorfahrt-Achten-Schilder, Stopp-Schilder, Kreisverkehre, immer wieder haben Sie die Möglichkeit, die Route zu ändern und doch fahren Sie den bekannten Weg weiter, entgegen aller Signale. Es erfordert nicht viel, um sich im Klaren zu sein, dass es früher oder später zu einem Unfall kommen muss. Ihr Unfall – die Depression – ist eine Riesenchance, um sich mit sich, Ihrem Leben, dem Umfeld auseinanderzusetzen und die falschen Abzweigungen zu erkennen und die für Sie stimmende Route langsam zu entdecken.

 

Dafür ist es sehr wichtig, zurück zu sich selbst zu kommen, die innere Verbindung wieder zu spüren und dadurch das Gefühl der Selbstbestimmtheit und eigenen Macht über sich und sein Leben wiederzuerlangen. Durch unsere Gesellschaftsstruktur gefördert, neigen wir dazu, im Laufe unseres Lebens immer mehr an Entscheidungskompetenz und Verantwortung für uns an andere abzugeben. Sei es anfangs an die Eltern, die Lehrer, die Ausbilder, die Partner, Gesetze, Moral, Kirche,  Politik und und und. Andere wissen besser, was für uns gut ist, als wir selbst. Teilweise ist das auch einfacher, denn wenn man auf andere hört, muss man nicht selbst entscheiden und hat auch immer einen Schuldigen, aber bringt uns das auf unserem persönlichen Lebensweg weiter? Denken Sie mal zurück, Entscheidungen, die Sie aus Ihrem Bauch, Ihrer Intuition getroffen haben, waren für Sie immer richtig, egal was Außenstehende Ihnen geraten haben. Hier liegt der Punkt, Ihre Entscheidungen müssen für Sie, Ihr Wertesystem, Ihr persönliches Empfinden und Ihre Gefühlswelt stimmen und für niemand anderen sonst. Auch wenn für Ihren Ratgeber in einer ähnlichen Situation genau das Gegenteil stimmig war, heißt es nicht, dass dies eins zu eins übertragen werden kann. Denn jeder Mensch ist anders, hat eine andere Wahrnehmung und ein anderes inneres Erleben und nur wir selbst haben die innere Weisheit zu wissen, was wir brauchen und wo unser Lebensweg langgeht. Damit meine ich nicht, dass wir uns nicht austauschen sollen, Rat einholen, Situationen sortieren und reflektieren, aber dann immer wieder zu sich selbst zurück kommen und in sich hinein hören, was aus den gesammelten Tipps für mich persönlich stimmt und in der Regel spüren Sie das sehr genau, was Sie anspricht und was nicht. Verfälscht wird diese Intuition erst, wenn Unsicherheit auftaucht, die uns dann wieder dazu bringt, lieber den bekannten Weg weiterzufahren, als sich selbst zu vertrauen. Durch die im Laufe des Lebens immer mehr nach außen gelagerte Führung für uns, haben wir verlernt, auf uns zu hören und uns zu vertrauen.

 

Hier die gute Nachricht, es ist NIE zu spät die Route zu ändern und zu einem Lebensgefühl zu kommen, dass Sie vielleicht bisher noch nicht gekannt haben. Trauen Sie sich und wagen den ersten Schritt! Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen versichern, es sind wahre Wunder möglich auf der Reise zu sich selbst!

 

Alles Liebe!

 

Eure Kathrin Güntert

Montag, 29.01.18

Keine Angst vor Deiner Angst

 

Das Gefühl der Angst macht viele Menschen unsicher und führt dazu, dass sie das diffuse Gefühl loswerden möchten, bzw. Situationen, die dieses Gefühl auslösen, vermeiden.

 

Angst ist ein so wichtiges Gefühl, dass uns seit Bestehen der Menschheit intuitiv gegeben ist, um uns zu warnen. Für unserer Urvölker war dieses Gefühl oft überlebensnotwenig, um sensibel für die Anzeichen zu sein und sich vor Gefahren zu schützen. Man vertraute dem Gefühl, ohne zu wissen, warum es da ist bzw. welche Gefahr droht. Man nahm es ernst, ohne in Panik zu verfallen, sondern schärfte bzw. öffnete die Sinne, damit man nichts übersah, was für die Gesundheit des Einzelnen sowie des Rudels wichtig war.

 

Unser Leben hat sich heute verändert und den Gefahren der „Wildnis“ sind wir nicht mehr ausgeliefert. Dafür lauern andere Gefahren auf uns, denen wir uns stellen müssen. Angst ist etwas Positives und als solches sollten wir sie auch sehen und als Teil von uns annehmen. Sie ist wie ein Warnsignal, das uns auffordert  inne zu halten und Dingen auf den Grund zu gehen. Heutzutage tritt Angst häufig auf, wenn wir den für uns richtigen, individuellen Weg verlassen oder erst gar nicht beschreiten, uns anpassen und versuchen, es den Menschen und Systemen recht zu machen. Wir verleugnen innere Bedürfnisse und Wünsche und haben nicht den Mut, unseren individuellen Weg der Selbstentfaltung und des inneren Wachstums zu gehen, da wir uns zu sehr an dem festhalten, was sein sollte, statt uns auf das, was wirklich ist zu konzentrieren und daran zu wachsen. Dies zu ändern erfordert Mut, in erster Linie den Mut, sich selbst und seinen Gefühlen ungeschminkt zu begegnen und sich einzugestehen, was man wirklich im Leben will.
 

Angst ist gesund und wichtig, sie ist nur störend, wenn sie in ihrer Ausprägung so stark auftritt, dass sie den Menschen und sein Leben behindert oder gar lähmt. Hier ist es wichtig, sich seinen Ängsten zu stellen, sie anzunehmen und daraus in eine gesunde Mitte zu entwickeln. Die Angst ist ein Teil von uns Menschen, der zu uns gehört und seinen Platz finden möchte. Umso mehr wir versuchen, diesen Teil für immer loszuwerden, umso mehr wird die Angst um ihr Überleben und ihren Platz in uns kämpfen und das Ausmaß ihres Auftretens wird immer größer, da sie nach Aufmerksamkeit schreit. Dies führt meistens dazu, dass wir noch ängstlicher uns selbst gegenübertreten, einen Kontrollverlust befürchten und das Selbstvertrauen immer mehr abnimmt. Dies ist eine Abwärtsspirale, die aufgehalten werden muss und nach oben umgekehrt werden sollte.

 

Angst und Mut gehören zusammen und sollten in positiver Spannung zueinander stehen, um einerseits nicht übermütig und leichtsinnig zu werden und andererseits nicht überängstlich und vermeidend zu leben. Jeder Mensch hat beide Gefühle in sich und wenn die Ausprägung, des einen oder anderen Gefühls zu stark ist, so dass es den Menschen stört oder behindert, kann er durch Auseinandersetzung mit sich selbst den Gefühlspegel mehr in die eine oder andere Richtung steuern. Voraussetzung dafür ist, dass es beiden Gefühlen erlaubt ist, da zu sein, auch der Angst.

 

Überlegen Sie, wir hätten nur Menschen, die ausschließlich mutig sind und nicht die Phasen der Unsicherheit und Ängstlichkeit durchleben, die so wichtig sind, Entscheidungen von allen Seiten zu beleuchten, was wäre das für eine Menschheit?

 

In diesem Sinne alles Liebe!

 

Eure

Kathrin Güntert                                                                                                  

Sonntag, 21.01.2018

 

Liebe Leser und Freunde,

 

viele Menschen, die mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung etc. bisher nichts zu tun hatten, sind der Auffassung, dass mein Klientel aus Personen besteht, die schwach sind bzw. mit ihrem Leben nicht klar kommen. „Ich brauche das ja nicht!“ ist der Satz, der dann oft fällt.


Dem möchte ich hiermit etwas entgegensetzen.


Menschen, die wissen, dass Selbstreflexion und Lösung der inneren Themen und Blockaden für ein gesundes und glückliches Leben unabdingbar sind, sind aus meiner Sicht auf ihrem Lebensweg weiter und stärker, als die Menschen, die denken, Sie brauchen das nicht. (Meistens ohne zu wissen, was DAS überhaupt ist!)

 

Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von absoluter Stärke, sich selbst ehrlich zu begegnen und nicht lebenslang an einem Bild von sich und an Überzeugungen festzuhalten, in deren Rahmen man sich einigermaßen sicher und wohl fühlt, die aber selten der Realität entsprechen und Wachstum nicht ermöglichen.

 

Es gibt einen schönen Spruch, von Jiddu Krishnamurti, der gut hierher passt:

"Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein“.

Darüber lohnt es sich nachzudenken!

 

Sowohl im Beruf als auch bei unseren Freizeitaktivitäten suchen wir uns Trainer, Lehrer, Coaches und denken uns überhaupt nichts dabei. Nur bei den eigenen Lebensthemen haben viele Menschen den Anspruch, es alleine schaffen zu müssen, ansonsten hat es für sie etwas von Versagen.

 

Aus meiner Erfahrung werden uns die wichtigsten Lebensgrundsätze nicht vermittelt. Wir haben zwar das Fach Deutsch in der Schule, lernen aber nicht zu Kommunizieren. Es gibt so viele Themen, die für eine artgerechte Menschenhaltung wichtig sind, von denen die breite Masse noch nie gehört hat.

 

Deshalb hat es nichts mit Versagen und Schwäche zu tun, sich einen Coach oder Therapeuten zu suchen, sondern zeigt eigene Größe, Stärke und Offenheit.

 

In diesem Sinne alles Liebe!

 

Eure

Kathrin Güntert